Walzhaut bei Stahloberflächen
Herstellungsbedingte Oberflächenschicht, die die Patinabildung verzögert.
Oberflächenschicht auf Metall
Ein sichtbares Stahlbauteil kann technisch korrekt gefertigt sein und trotzdem unterschiedlich wirken, wenn der Ausgangszustand der Oberfläche nicht zur gewünschten Optik passt. Bei Cortenstahl, beschichteten Bauteilen oder sichtbaren Schweißkonstruktionen muss deshalb auch die Oberfläche des Rohmaterials bewertet werden.
Walzhaut kann bei Stahloberflächen eine Rolle spielen. Sie gehört zu den Merkmalen, die bei sichtbaren Bauteilen, Beschichtungen, Laserschnitt, Schweißen und späterer Patinabildung berücksichtigt werden sollten.
Bei Cortenstahl kann die Oberflächenbewertung besonders wichtig sein, weil die gewünschte Edelrostwirkung nicht allein vom Material, sondern auch von Bewitterung, Verarbeitung, Verschmutzung und Ausgangszustand der Oberfläche abhängt.
Für Planer, GaLaBau-Betriebe und Auftraggeber ist Walzhaut daher vor allem ein Abstimmungspunkt in der Materialberatung. Entscheidend ist, welche Oberfläche sichtbar bleibt, ob eine Beschichtung vorgesehen ist und welche optische Wirkung nach der Fertigung erwartet wird.