Korrosionsschutz
Korrosionsschutz schützt Metalloberflächen dauerhaft vor Rost, Feuchtigkeit und chemischen Einflüssen.
Schutz vor Verfall
Korrosionsschutz beginnt nicht erst bei der Oberfläche. Ein Pflanzgefäß, eine Sitzbank, ein Fahrradparker oder ein Wasserbecken ist dauerhaft Regen, Bodenfeuchte, Laub, Reinigung, Streusalz, mechanischer Belastung und unterschiedlichen Materialkontakten ausgesetzt. Entscheidend ist deshalb, welches Metall an welchem Standort eingesetzt wird und wie die Konstruktion Wasser wieder abführt.
Bei Gartenmetall kommen je nach Anwendung unterschiedliche Schutzprinzipien zum Einsatz. Feuerverzinkter Stahl wird durch eine Zinkschicht geschützt. Diese wirkt als Barriere gegen Feuchtigkeit und zugleich als Opferanode, weil Zink zuerst korrodiert. Feuerverzinkung ist ein technischer Korrosionsschutz, aber nicht automatisch eine optisch hochwertige Sichtoberfläche. Bei gestalterischen Anforderungen kann eine zusätzliche oder alternative Farbbeschichtung sinnvoll sein.
Edelstahl schützt sich über eine sehr dünne Passivschicht, die sich unter Sauerstoffeinfluss selbst erneuern kann. Trotzdem ist Edelstahl nicht pflegefrei. Ablagerungen, Fremdrost oder aggressive Umwelteinflüsse können die Oberfläche beeinträchtigen. Für Wasserobjekte wird bei Gartenmetall der korrosionsbeständigere Edelstahl 1.4404, also V4A, eingesetzt.
Cortenstahl bildet unter geeigneter Bewitterung eine Edelrost-Patina. Diese Schutzwirkung entsteht nur, wenn Feuchtigkeit und Trocknung wechseln. Dauerhafte Staunässe kann problematisch werden. Deshalb werden Cortenstahl-Wassertröge bei Gartenmetall innen mit einer elastischen, UV-stabilen und wasserfesten Kunststoffbeschichtung versehen, damit stehendes Wasser nicht direkt auf das Metall einwirkt.
Korrosionsschutz ist damit immer eine Kombination aus Materialwahl, Oberflächenbehandlung und Konstruktion. Wasser muss ablaufen können, erdberührte Bereiche müssen anders bewertet werden als frei bewitterte Sichtflächen. Befestigungspunkte, Schweißnähte, Durchführungen, Kanten und Anschlussdetails sollten keine dauerhaften Feuchtenester erzeugen.
Für Planer, Kommunen und GaLaBau-Betriebe beeinflusst Korrosionsschutz Lebensdauer, Pflegeaufwand, Optik und Reklamationsrisiko. In Ausschreibungen sollte deshalb nicht nur „Metall“ oder „rostfrei“ stehen, sondern Werkstoff, Oberfläche, Beschichtung, Einsatzort und konstruktive Ausführung klar beschrieben werden.