DIN EN ISO 1461
Eine technische Norm, die Mindestanforderungen an die Zinkschichtdicke von feuerverzinkten Produkten definiert.
Norm für Feuerverzinkung
Ein feuerverzinktes Metallobjekt wird häufig gewählt, wenn Korrosionsschutz im Vordergrund steht. Für Planer, Kommunen und GaLaBau-Betriebe ist dabei wichtig: Feuerverzinkung ist keine dekorative Oberfläche im klassischen Sinn, sondern ein technisches Schutzsystem. Genau deshalb ist die DIN EN ISO 1461 bei verzinkten Stahlobjekten ein relevanter Begriff für Ausschreibung, Materialwahl und Erwartungsmanagement.
Beim Feuerverzinken wird Stahl in ein geschmolzenes Zinkbad getaucht. Nach dem Herausziehen bleibt eine Zinkschicht auf dem Stahl zurück. Diese Schicht schützt das Grundmaterial auf zwei Arten: Sie trennt den Stahl von Feuchtigkeit und wirkt gleichzeitig als Opferanode. Der darunterliegende Stahl bleibt geschützt, solange ausreichend Zink vorhanden ist. Gartenmetall beschreibt diesen Schutz ausdrücklich als Kombination aus aktivem und passivem Korrosionsschutz.
Die DIN EN ISO 1461 legt Anforderungen an das Stückverzinken fest. Im Gartenmetall-Lieferprogramm wird angegeben, dass alle feuerverzinkten Gartenobjekte nach den Anforderungen dieser Norm behandelt werden. Für Materialdicken zwischen 3 und 6 mm wird dort eine Mindestüberzugsdicke von 55 µm genannt, bei mehr als 6 mm Blechdicke 70 µm. Bei guten Umgebungsbedingungen kann damit laut Gartenmetall eine Nutzungsdauer von mehr als 50 Jahren ohne Wartungsaufwand erreicht werden.
Für die Planung ist aber ebenso wichtig, was die Norm nicht automatisch leistet: Sie macht aus einer feuerverzinkten Oberfläche keine makellose Sichtoberfläche. Gartenmetall weist ausdrücklich darauf hin, dass Feuerverzinkung eine rein technische Oberfläche ist und der Hauptzweck im Korrosionsschutz liegt. Anforderungen an die Ästhetik der Oberfläche sind dabei nicht definiert. Wenn Metallobjekte optischen Ansprüchen genügen müssen, empfiehlt Gartenmetall eine zusätzliche oder alternative Farbbeschichtung.
In Ausschreibungen sollte daher nicht nur „verzinkt“ stehen. Besser ist eine präzise Beschreibung: Material, Normbezug, gewünschte Oberfläche, sichtbare Bereiche, eventuelle Farbbeschichtung, Montageumgebung und Beanspruchung. Besonders bei Stadtmöbeln, Fahrradparkern, Unterkonstruktionen, Befestigungsteilen oder technischen Bauteilen ist dieser Unterschied zwischen Schutzfunktion und Sichtqualität entscheidend.